Die S21-Modellweichen

Auf dieser Seite werden vorerst nur H0-Weichen zum Gleissystem S21 für die Regelneigung 1:5,671 beschrieben. Die Beschreibung der Weichen anderer Spurweiten wird vorbereitet.

Die Kombination von vorhandenen H0-Modellweichen zum neuen Gleissystem S21 ergibt sofort ein breites Sortiment an vorbildentsprechend zueinander passenden Weichen. Für die besonders langen Weichen können Bausätze von Modellwerk oder Bahnsinn verwendet werden. Mit MODELLGLEIS können hierzu passende neue Weichenschablonen angefertigt werden.

Weitere Maßangaben zu den beschriebenen Weichen sind in den Weichentabellen enthalten. Wie die S21-Modellweichen mit MODELLGLEIS dargestellt und verwendet werden, wird bei den Gleisplanbeispielen beschrieben.

Auf dieser Seite werden die Weichengrundformen jeweils ausführlich beschrieben. Verschiedene Einzelheiten wiederholen sich zwar bei den einzelnen Weichen, dafür brauchen diese Einzelheiten nicht mühsam aus allgemein gehalten Absätzen herausgesucht werden.

Die entsprechenden S21-Weichen für Spur H0
T = Weiche von Tillig, R = Weiche von Roco, P = Weiche von Peco, M = Weiche von Modellwerk, B = Weiche von Bahnsinn, TR = Weiche wird aus Teilen von Tillig und Roco zusammengefügt, TS= Weiche wird aus Teilen von Tillig und im Selbstbau zusammengefügt, RS, MS und BS entsprechend TS.
S49-Weiche S21 - Systemweiche Tillig / Roco / Peco / Modellwerk / Bahnsinn / (S21) Vmax im Zweiggleis
49-190-1:7,5 21-877-1:4,705 21-866-1:4,705 T
21-873,5-1:4,705 R
21-914-1:4,705 P
40km/h
49-190-1:9 21-877-1:5,671 21-866-1:5,671 TR
21-873,5-1:5,671 R
40km/h
49-215-1:4,8 21-996-1:2,98 - 40km/h
49-300-1:9 21-1385-1:5,671 21-1350-1:5,671 T 50km/h
49-300-1:14 21-1385-1:8,85 21-1350-1:8,85 TS 50km/h
49-500-1:12 21-2310-1:7,58 21-1946-1:6,8 R
21-2184-1:7,37 M und B
60km/h
49-500-1:14 21-2310-1:8,85 21-1946-1:8,85 RS
21-2184-1:8,85 MS und BS
60km/h
49-760-1:14 21-3510-1:8,85 21-3448-1:8,85 M und B 80km/h
49-760-1:18,5 21-3510-1:11,708 21-3448-1:11,708 MS und BS 80km/h
49-1200-1:18,5 21-5540-1:11,708 21-5747-1:11,708 M und B 100km/h

Die S21-Modellweichen für die Aufgaben der Vorbildweiche 49-190-1:7,5

Wie beim Vorbild gibt es im Gleissystem S21 eine Weichengrundform mit einer steileren Neigung als der Regelneigung.
Für diese steile Weiche werden die folgenden Weichen verwendet:

  • Tillig: 85341, 85342, 85361, 85362, 85380
    (alle Weichen mit 11° Herzstückwinkel)
  • Roco: 42440, 42441, 42454
  • Peco: SL-E195, SL-E196, SL-E198 und die entprechenden Weichen mit 2,5mm Schienenprofil.

Die "ideale" S21-Weiche ist in den Weichentabellen enthalten.

Die Weiche 21-866-1:4,705 T von Tillig und die daraus abgeleiteten Weichen.

Bei der Modellweiche 21-866-1:4,705 T bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist (ganz nebenbei ist das Tillig-Schienenprofilen 21/10mm=2,1mm hoch), der Zweiggleisradius in der Gleismitte 866mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende 1:4,705 beträgt, was einem Winkel von 12° entspricht und die Weiche von T wie Tillig stammt.

Die Weiche 21-866-1:4,705 T hat die typische Schwellenteilung der S54-Vorbildweichen. Die Weiche könnte deshalb, wie die Weiche 54-190-1:7,5 , ohne Beschränkungen auch als Innenbogenweiche angewendet werden. Soll die Modellweiche wie die Weiche 49-190-1:7,5 angewendet werden, sollte die Weiche nur als einfache Weiche oder als Außenbogenweiche verwendet werden. Die Weiche 21-866-1:4,705 T darf im Zweiggleis mit 40km/h und wegen der Spurerweiterung der S49-Vorbildweiche am Weichenanfang in der Geraden höchstens mit 100km/h befahren werden.

Um die 15°-Tillig-Weiche auf 12° zu verkürzen, müssen hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende die geschlängelten Verbindungen zwischen den Schwellen entfernt und die weiteren Langschwellen voneinander abgerückt werden. Dadurch entsteht im Zweiggleis eine Gerade hinter dem Herzstückbereich. Die Schienen am Weichenende werden, wenn überhaupt, erst beim Einbau in die Anlage gekürzt.

Die Weiche 21-866-1:4,705 T ist eine Weiche mit gerader Verlängerung des Zweiggleises, d.h. nach dem Bogenende mit der Endneigung 1:4,705 kurz hinter dem Herzstückbereich, folgt im Zweiggleis und im Stammgleis der Weiche die Gerade mit der Länge von 35,899mm.

Für die Vorbildweiche 49-190-1:7,5/1:6,3 wird die Modellweiche 21-866-1:4,705/1:3,732 T verwendet. Die Weiche ist nun die Original-15°-Weiche von Tillig. Auf eine vergleichbare S21-Weiche zur Weiche 49-190-1:7,5/1:6,6 kann eigentlich verzichtet werden, da es vergleichbare Kreuzungsweichen mit der Neigung 1:6,6 im Modell nur mit der Neigung 1:3,732 (entspricht 15°) gibt.

Aus den Bogenweichen von Tillig mit 11° Herzstückwinkel lassen sich beliebig andere Bogenweichen verbiegen. Allen Tillig-Weichen mit 11° Herzstückwinken ist eigentlich das gleiche Schwellenrost mit 866mm Zweiggleisradius in der Grundform von Tillig zugrunde gelegt worden. Jedoch sind die geraden Weichen offenbar noch nicht als flexible Weichen vorgesehen worden. Für eine beliebige Bogenweiche sollte immer die Bogenweiche aus den Katalogsortiment ausgewählt werden, die der gewünschten Bogenweiche sehr nahe kommt. Soll die Weiche wie eine S49-190er-Weiche verwendet werden, sollte die Weiche nicht als Innenbogenweiche verwendet werden. Die S54-190er-Weichen können jedoch auch beim Vorbild zu Innenbogenweichen mit 175m Zweiggleisradius gebogen werden.

Die fertigen Tillig-Weichen werden sehr einfach flexibel, indem im Bereich der Backenschienen je zwei Schweißpunkte an der Schienenunterseite verbleiben, jedoch alle anderen Schweißpunkte der Weiche mit sanfter Gewalt mit einem sehr guten (und teuren) Uhrmacherschraubendreher von unten herausgebrochen werden. In der Weiche ist nun fast keine Eigenspannung mehr vorhanden.

Einfache Weiche 21-866-1:4,705 T

Einfache Weiche 21-866-1:4,705 T und die daraus abgeleitete Weiche 21-866-1:4,705/1:3,732 T

Die Weiche 21-873,5-1:4,705 R von Roco und die daraus abgeleitete Weiche.

Die Modellweiche 21-873,5-1:4,705 R stammt von R wie Roco. Um die Weiche auf 12°-Zweiggleiswinkel zu bringen, wird mit dem Langschwellen hinter den neu festgelegten Bogenende ebenso verfahren wie mit der Tillig-Weiche, jedoch werden die ersten beiden Langschwellen hinter dem neuen Bogenende nicht verschoben. Diese beiden Schwellen werden in der Mitte gekürzt. Die Isolierung des Herzstückes gegen die nachfolgenden Schienen sollte mit einem dünnen Stück Kunststofffolie oder ähnlichem gesichert werden, da sich durch die Manipulation an den Schwellen dieses Schienenstück geringfügig verschieben kann und dann einen Kurzschluss verursacht.

Für die Vorbildweiche 49-190-1:7,5/1:6,3 wird die Modellweiche 21-873,5-1:4,705/1:3,732 R verwendet. Die Weiche ist nun ebenfalls die Original-15°-Weiche von Roco.

Die Roco-Weichen können nur mit größerem Aufwand als Bogenweichen angeordnet werden. Es bietet sich daher an, stattdessen eine passende Tillig-Weiche auszuwählen.

Einfache Weiche 21-873,5-1:4,705 R

Einfache Weiche 21-873,5-1:4,705 R und die daraus abgeleitete Weiche 21-873,5-1:4,705/1:3,732 R

Die Weiche 21-914-1:4,705 P von Peco

Die Modellweiche 21-914-1:4,705 P stammt von P wie Peco. Die Weiche hat bereits den Zweiggleiswinkel von 12°. Die Symmetrischen Außenbogenweiche mit 1820mm Radius ist eigentlich eine verbogene Weiche 21-914-1:4,705 P. Nur die Schwellenteilung will dann nicht so recht mit der geraden Weiche zusammen passen. Die gerade Verlängerung des Zweiggleises nach dem Bogenende beträgt nach den Weichentabellen 26,869mm.

Um eine steilere Weiche zu erhalten, kann auf die entsprechenden Weichen von Tillig und Roco zurückgegriffen werden.

Die Peco-Weichen können ebenfalls nur mit größerem Aufwand als verbogene Weichen angeordnet werden. Stattdessen kann eine passende Tillig-Weiche ausgewählt werden.

Einfache Weiche 21-914-1:4,705 P

Einfache Weiche 21-914-1:4,705 P

Die S21-Modellweichen für die Aufgaben der Vorbildweiche 49-190-1:9

Wie beim Vorbild gibt es im Gleissystem S21 eine Weichengrundform mit Regelneigung und geradem Herzstückbereich. Der Zweiggleisbogen endet mit der Regelneigung vor dem Herzstückbereich. Diese S21-Weiche kann nicht als fertige Weiche beschafft werden. Je nach Anwendung kann diese Weiche aus der Zungenvorrichtung und dem Mittelteil der 15°-Weichen von Roco und des Herzstückbereichs einer 10°-EKW oder DKW von Roco zusammengestellt werden, oder für die Zungenvorrichtung und dem Mittelteil wird eine Tillig-Weichen mit 866mm Zweiggleisradius verwendet.

  • Tillig-Weichen, deren Zungenvorrichtung und Mittelteil verwendet werden können:
    85341, 85342, 85361, 85362, 85380 (alle Weichen mit 11° Herzstückwinkel)
  • Roco-Weichen, deren Zungenvorrichtung und Mittelteil verwendet werden können:
    42440, 42441, 42454
  • Roco-Weichen, deren Herzstückbereich verwendet werden können:
    42493, 42496

Die "ideale" S21-Weiche ist in den Weichentabellen enthalten.

Die Weiche 21-866-1:5,671 TR

Bei der Modellweiche 21-866-1:5,671 TR bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist (das Tillig-Schienenprofilen ist 21/10mm=2,1mm hoch), der Zweiggleisradius in der Gleismitte 866mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende vor dem Herzstückbereich 1:5,671 beträgt, was einem Winkel von 10° entspricht und die Weiche aus Teilen von T wie Tillig und R wie Roco zusammengesetzt werden kann.

Die Weiche 21-866-1:5,671 TR hat nun vom Weichenanfang bis vor den Herzstückbereich die Schwellenteilung der S54-Vorbildweichen und im Herzstückbereich die Schwellenteilung der S49-Vorbildwechen, was es beim Vorbild wahrscheinlich nicht gegeben haben dürfte. Um diese Schwellenteilung zu vermeiden, könnte der Herzstückbereich selbst gebaut werden. Vom Weichenanfang bis vor den Herzstückbereich kann die Weiche zur Außenbogenweiche verbogen werden. Soll die Weiche einer S54-Weiche entsprechen, kann sie auch zur Innenbogenweiche verbogen werden. Die Weiche 21-866-1:5,671 TR darf im Zweiggleis mit 40km/h und wegen der Spurerweiterung der S49-Vorbildweiche am Weichenanfang in der Geraden höchstens mit 100km/h befahren werden.

Um die 15°-Tillig-Weiche zusammen mit einem 10°-Herzstückbereich einer Roco-Kreuzungsweiche zur Weiche 21-866-1:5,671 TR umzubauen, muß hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende des Zweiggleises die Tillig-Weiche abgesägt werden. Die Roco-Kreuzungsweiche wird an der Stelle abgesägt, die genau um den Wert lt (=75,8mm) vom Kreuzungsmittelpunkt entfernt liegt. Die Trennlinien beider Weichen müssen sich decken und parallel zu den Schwellen der Roco-Kreuzungsweiche liegen. Die Schienen am Weichenende werden, wenn überhaupt, erst beim Einbau in die Anlage gekürzt.

Die Weiche 21-866-1:5,671 TR ist eine Weiche mit geradem Herzstück. Die Gerade im Herzstückbereich ist 45,407mm lang (= 121,172mm - 75,765mm). Nach dem Weichenende folgen 6 weitere Langschwellen. Eine dieser Langschwellen ist die Doppelschwelle, wie sie von der Firma Roco angeordnet wurde. Nach der letzten durchgehenden Schwelle (ldS) folgen die ersten Einzelschwellen, damit die Schwellen nicht verschachtelt angeordnet werden müssen.

Wenn ab dem Weichenende Stamm- und Zweiggleis als Gerade fortgesetzt werden, entspricht das dem Regelfall. Beide Gleise können ab dem Weichenende und somit schon im Bereich der Langschwellen hinter dem Weichenende mit beliebigen Bögen fortgesetzt werden. Laufen die Gleise aufeinander zu, werden die Langschwellen voneinander abgerückt, um die Radien einzustellen. Laufen die Gleise steiler auseinander als im Regelfall, werden die Langschwellen aufeinander zugeschoben, damit sich die Radien einstellen. Ab der letzten durchgehenden Schwelle kann der Höhenverlauf der Gleise unterschiedlich geplant werden.

Aus den Bauteilen der Tillig-Weichen mit 11° Herzstückwinkel lassen sich beliebig andere Bogenweichen verbiegen. Allen Tillig-Weichen mit 11° Herzstückwinken ist eigentlich das gleiche Schwellenrost mit 866mm Zweiggleisradius in der Grundformvon Tillig zugrunde gelegt worden. Jedoch sind die geraden Weichen offenbar noch nicht als flexible Weichen vorgesehen worden. Für eine beliebige Bogenweiche sollte immer die Bogenweiche aus den Katalogsortiment ausgewählt werden, die der gewünschten Bogenweiche sehr nahe kommt. Soll die Modellweiche wie die Weiche 49-190-1:9 verwendet werden, sollte die Weiche nicht als Innenbogenweiche verwendet werden. Die Weiche 54-190-1:9 kann jedoch auch beim Vorbild zu Innenbogenweichen mit 175m Zweiggleisradius gebogen werden. Die Weiche 21-866-1:5,671 TR sollte nur bis vor den Herzstückbereich zur Bogenweiche gebogen werden.

Die gesamte Tillig-Weiche wird sehr einfach flexibel, indem im Bereich der Backenschienen je zwei Schweißpunkte an der Schienenunterseite verbleiben, jedoch alle anderen Schweißpunkte der Weiche mit sanfter Gewalt mit einem sehr guten Uhrmacherschraubendreher von unten herausgebrochen werden. In der Weiche ist nun fast keine Eigenspannung mehr vorhanden. Die Weiche sollte erst nach dem Verbiegen abgesägt werden, da sonst die Zwischenschienen beim Zusammensetzten mit dem Roco-Herzstückbereich zu kurz sein könnten.

Einfache Weiche 21-866-1:5,671 TR

Einfache Weiche 21-866-1:5,671 TR

Die Weiche 21-873,5-1:5,671 R

Bei der Modellweiche 21-873,5-1:5,671 R bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist (das Roco-Schienenprofilen ist 21/10mm=2,1mm hoch), der Zweiggleisradius in der Gleismitte 873,5mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende vor dem Herzstückbereich 1:5,671 beträgt, was einem Winkel von 10° entspricht und die Weiche aus Teilen von R wie Roco zusammengesetzt werden kann.

Die Weiche 21-873,5-1:5,671 R hat etwa die Schwellenteilung der S49-Vorbildweichen. Vom Weichenanfang bis vor den Herzstückbereich kann die Weiche mit größerem Aufwand zur Außenbogenweiche verbogen werden. Die Weiche 21-866-1:5,671 R darf im Zweiggleis mit 40km/h und wegen der Spurerweiterung der S49-Vorbildweiche am Weichenanfang in der Geraden höchstens mit 100km/h befahren werden.

Um die 15°-Roco-Weiche zusammen mit einem 10°-Herzstückbereich einer Roco-Kreuzungsweiche zur Weiche 21-873,5-1:5,671 R umzubauen, muß hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende des Zweiggleises die 15°-Weiche abgesägt werden. Die Roco-Kreuzungsweiche wird an der Stelle abgesägt, die genau um den Wert lt (=76,4mm) vom Kreuzungsmittelpunkt entfernt liegt. Die Trennlinien beider Weichen müssen sich decken und parallel zu den Schwellen der Roco-Kreuzungsweiche liegen. Die Schienen am Weichenende werden, wenn überhaupt, erst beim Einbau in die Anlage gekürzt.

Die Weiche 21-873,5-1:5,671 R ist eine Weiche mit geradem Herzstück. Die Gerade im Herzstückbereich ist 44,751mm lang (= 121,172mm - 76,421mm). Nach dem Weichenende folgen 6 weitere Langschwellen. Eine dieser Langschwellen ist die Doppelschwelle, wie sie von der Firma Roco angeordnet wurde. Nach der letzten durchgehenden Schwelle (ldS) folgen die ersten Einzelschwellen, damit die Schwellen nicht verschachtelt angeordnet werden müssen.

Wenn ab dem Weichenende Stamm- und Zweiggleis als Gerade fortgesetzt werden, entspricht das dem Regelfall. Beide Gleise können ab dem Weichenende und somit schon im Bereich der Langschwellen hinter dem Weichenende mit beliebigen Bögen fortgesetzt werden. Laufen die Gleise aufeinander zu, werden die Langschwellen voneinander abgerückt, um die Radien einzustellen. Laufen die Gleise steiler auseinander als im Regelfall, werden die Langschwellen aufeinander zugeschoben, damit sich die Radien einstellen. Ab der letzten durchgehenden Schwelle kann der Höhenverlauf der Gleise unterschiedlich geplant werden.

Da die Schwellenteilung ungefähr einer S49-Weiche entspricht, sollte die Weiche nicht als Innenbogenweiche verwendet werden. Die Weiche 21-873,5-1:5,671 R sollte nur bis vor den Herzstückbereich zur Außenbogenweiche gebogen werden.

Die Weiche wird bis vor den Herzstückbereich flexibel, indem vom Weichenanfang bis zum Zungengelenk jeder zweiter Kunststoffsteg zwischen den Schwellen herausgetrennt wird. Die verbliebenen Stege und die Schwellen sollen eine Schlangenlinie ergeben. Die Stege unter der Stellschwelle werden nicht herausgetrennt. Ab dem Zungengelenk werden unter den außen liegenden Zwischenschienen alle Stege herausgetrennt. Bei den innen liegenden Zwischenschienen werden unter der Zwischenschiene, die beim Verbiegen kürzer wird, alle Stege herausgetrennt. Diese Zwischenschiene wird durch einen Trennschnitt verkürzt. Die Weiche sollte erst nach dem Verbiegen abgesägt werden, da sonst die Zwischenschienen beim Zusammensetzten mit dem 10°-Herzstückbereich zu kurz sein könnten.

Einfache Weiche 21-873,5-1:5,671 R

Einfache Weiche 21-873,5-1:5,671 R

Die S21-Modellweichen für die Aufgaben der Vorbildweiche 49-300-1:9

Wie beim Vorbild gibt es im Gleissystem S21 eine Weichengrundform mit der Regelneigung und Bogenherzstück. Für diese Weiche werden die folgenden Modellweichen verwendet:

  • Tillig: 85351, 85352, 85311, 85312, 85331, 85332, 85371, 85372, 85382
    (alle Weichen mit 9° Herzstückwinkel)

Die "ideale" S21-Weiche ist in den Weichentabellen enthalten.

Die Weiche 21-1350-1:5,671 T von Tillig und die daraus abgeleitete Weiche.

Bei der Modellweiche 21-2350-1:5,671 T bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist (das Tillig-Schienenprofilen ist 21/10mm=2,1mm hoch), der Zweiggleisradius in der Gleismitte 1350mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende (=Weichenende dieser Weiche) 1:5,671 beträgt, was einem Winkel von 10° entspricht und die Weiche von T wie Tillig stammt.

Die Weiche 21-1350-1:5,671 T hat die typische Schwellenteilung der S54-Vorbildweichen. Die Weiche kann als Außen- und als Innenbogenweiche angewendet werden. Die Weiche 21-1350-1:5,671 T darf im Zweiggleis mit 50km/h befahren werden.

Um die 12°-Tillig-Weiche auf 10° zu verkürzen, müssen hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende die geschlängelten Verbindungen zwischen den Schwellen entfernt und die weiteren Langschwellen voneinander abgerückt werden. Dadurch entsteht im Zweiggleis eine Gerade hinter dem neuen Weichenende. Die Schienen am Weichenende werden, wenn überhaupt, erst beim Einbau in die Anlage gekürzt.

Wenn, wie bei der Tillig-Weiche, ab dem Weichenende das Zweiggleis als 1350mm-Bogen fortgesetzt wird, entspricht das dem Regelfall mit fortgesetztem Bogen im Zweiggleis. Der Regelfall mit fortgesetzter Gerade im Zweiggleis wird durch die im oberen Absatz beschriebenen Änderungen erreicht. Beide Gleise können ab dem Weichenende und somit schon im Bereich der Langschwellen hinter dem Weichenende mit beliebigen Bögen fortgesetzt werden. Laufen die Gleise enger auseinander als der Regelfall mit fortgesetztem Bogen, werden die Langschwellen voneinander abgerückt um die Radien einzustellen. Laufen die Gleise steiler auseinander, werden die Langschwellen aufeinander zugeschoben, damit sich die Radien einstellen. Ab der letzten durchgehenden Schwelle kann der Höhenverlauf der Gleise unterschiedlich geplant werden.

Von der Vorbildweiche 49-300-1:9 gibt es keine von der Grundform abgeleitete steilere Weiche. Da im Modell die Weiche von Tillig für verschiedene Anwendungen ohne Änderungen verwendet werden kann, wird im Gleissystem S21 die Original-12°-Weiche von Tillig als 21-1350-1:5,671/1:4,705 T bezeichnet.

Aus den Weichen von Tillig mit 9° Herzstückwinkel lassen sich beliebig andere Bogenweichen verbiegen. Allen Tillig-Weichen mit 9° Herzstückwinken ist das gleiche Schwellenrost mit 1350mm Zweiggleisradius in der Grundform von Tillig zugrunde gelegt worden. Für eine beliebige Bogenweiche sollte immer die Bogenweiche aus den Katalogsortiment ausgewählt werden, die der gewünschten Bogenweiche sehr nahe kommt.

Die fertigen Tillig-Weichen werden sehr einfach flexibel, indem im Bereich der Backenschienen je zwei Schweißpunkte an der Schienenunterseite verbleiben, jedoch alle anderen Schweißpunkte der Weiche mit sanfter Gewalt mit einem sehr guten Uhrmacherschraubendreher von unten herausgebrochen werden. In der Weiche ist nun fast keine Eigenspannung mehr vorhanden.

Einfache Weiche 21-1350-1:5,671 T

Einfache Weiche 21-1350-1:5,671 T und die daraus abgeleitete Weiche 21-1350-1:5,671/1:4,705 T

Die S21-Modellweichen für die Aufgaben der Vorbildweiche 49-500-1:12

Wie beim Vorbild gibt es im Gleissystem S21 eine Weichengrundform für 60km/h im Zweiggleis, ümit Bogenherzstück und einer flacheren Neigung als der Regelneigung. Für diese Weiche werden die folgenden Modellweichen verwendet:

  • Roco: 42488, 42489
  • Modellwerk: 49-190-1:7,5/1:6,6
  • Bahnsinn: 49-190-1:7,5/1:6,6

Die "ideale" S21-Weiche ist in den Weichentabellen enthalten.

Die Weiche 21-1946-1:6,8 R von Roco und die daraus abgeleitete Weiche.

Bei der Modellweiche 21-1946-1:6,8 R bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist, der Zweiggleisradius in der Gleismitte 1946mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende (=Weichenende dieser Weiche) 1:6,8 beträgt, was einem Winkel von 8,366° entspricht und die Weiche von R wie Roco stammt.

Die Weiche 21-1946-1:6,8 R hat ungefähr die Schwellenteilung der Vorbildweiche 49-190-1:7,5/1:6,6, wird im Gleissystem S21 jedoch wie eine 500er-Vorbildweiche verwendet. Die Weiche kann als Außen- und als Innenbogenweiche angewendet werden. Da der Zweiggleisradius mit 1946mm erheblich kleiner ist als der Zweiggleisradius der idealen Weiche 21-2310-1:7,58, muß die Neigung mit 1:6,8 steiler festgelegt werden als bei der idealen Weiche. Die Weiche 21-1946-1:6,8 R darf im Zweiggleis mit 60km/h befahren werden.

Um die 10°-Roco-Weiche auf 8,366° zu verkürzen, müssen hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende die Kunststoffstege zwischen den Schwellen entfernt und die weiteren Langschwellen voneinander abgerückt werden. Die ersten beiden Langschwellen hinter dem neuen Bogenende werden jedoch nicht verschoben. Diese beiden Schwellen werden in der Mitte gekürzt. Durch die Änderungen entsteht im Zweiggleis eine Gerade hinter dem neuen Weichenende. Die Schienen am Weichenende werden, wenn überhaupt, erst beim Einbau in die Anlage gekürzt.

Wenn, wie bei der Roco-Weiche, ab dem Weichenende das Zweiggleis als 1946mm-Bogen fortgesetzt wird, entspricht das dem Regelfall mit fortgesetztem Bogen im Zweiggleis. Der Regelfall mit fortgesetzter Gerade im Zweiggleis wird durch die im oberen Absatz beschriebenen Änderungen erreicht. Beide Gleise können ab dem Weichenende und somit schon im Bereich der Langschwellen hinter dem Weichenende mit beliebigen Bögen fortgesetzt werden. Laufen die Gleise enger auseinander als der Regelfall mit fortgesetztem Bogen, werden die Langschwellen voneinander abgerückt, um die Radien einzustellen. Laufen die Gleise steiler auseinander, werden die Langschwellen aufeinander zugeschoben, damit sich die Radien einstellen. Ab der letzten durchgehenden Schwelle kann der Höhenverlauf der Gleise unterschiedlich geplant werden.

Für die Vorbildweiche 49-500-1:12/1:9 wird die Modellweiche 21-1946-1:6,8/1:5,671 R verwendet. Die Weiche ist nun die Original-10°-Weiche von Roco.

Die Weiche wird flexibel, indem vom Weichenanfang bis zum Zungengelenk jeder zweiter Kunststoffsteg zwischen den Schwellen herausgetrennt wird. Die verbliebenen Stege und die Schwellen sollen eine Schlangenlinie ergeben. Die Stege unter der Stellschwelle werden nicht herausgetrennt. Ab dem Zungengelenk werden unter den außen liegenden Zwischenschienen alle Stege herausgetrennt. Bei den innen liegenden Zwischenschienen werden unter der Zwischenschiene, die beim Verbiegen kürzer wird, alle Stege herausgetrennt. Wird die Weiche zur ABW oder zur IBW mit Zweiggleisradius bis hinunter zu etwa 1000mm verbogen, muß diese Zwischenschiene durch einen Trennschnitt verkürzt werden. Wird die Weiche als IBW bis 600mm Zweiggleisradius verbogen, muß der Trennschnitt etwa doppelt so breit sein (ca. 1mm Schiene heraustrennen). Im Herzstückbereich werden an den äußeren Schienen und an den Radlenkern die Stege entfernt.

Einfache Weiche 21-1946-1:6,8 R

Einfache Weiche 21-1946-1:6,8 R und die daraus abgeleitete Weiche 21-1946-1:6,8/1:5,671 R

Die Weiche 21-2184-1:7,37 M von Modellwerk und die Weiche 21-2184-1:7,37 B von Bahnsinn und die daraus abgeleiteten Weichen.

Bei der Modellweiche 21-2184-1:7,37 M oder B bedeutet, daß die Weiche dem Gleissystem S21 zugeordnet ist, der Zweiggleisradius in der Gleismitte 2184mm beträgt, die Zweiggleisneigung am Bogenende (=Weichenende dieser Weiche) 1:7,37 beträgt, was einem Winkel von 7,727° entspricht und die Weiche von M wie Modellwerk oder von B wie Bahnsinn stammt.

Die Weichen verfügen beide über die Schwellenteilung der Weiche 49-190-1:7,5/1:6,6. Um aus den Bausätzen die Weichen 21-2184-1:7,37 M oder BS aufzubauen, können mit dem Programm Modellgleis Schwellenlagepläne als S49-Weiche mit Doppelschwellen oder auch als S54-Weiche ohne Doppelschwellen erstellt werden. Die Weichen können als Außen- und als Innenbogenweichen angewendet werden. Da der Zweiggleisradius mit 2184mm kleiner ist als der Zweiggleisradius der idealen Weiche 21-2310-1:7,58, muß die Neigung mit 1:7,37 steiler festgelegt werden als bei der idealen Weiche. Die Weiche 21-2184-1:7,37 M oder B darf im Zweiggleis mit 60km/h befahren werden.

Um bei dem Weichenbausatz die Schwellenteilung fächerförmig wie bei den echten 500er-Weiche anzuordnen, ist das Schwellenrost insgesamt aufzutrennen und nach den neuen Schwellenlageplan anzuordnen. Um die Weiche auf 7,727° zu verkürzen, müssen hinter dem gemäß den Weichentabellen neu festgelegten Bogenende die Langschwellen voneinander abgerückt werden.

Wenn, wie bei den Weichenbausätzen, ab dem Weichenende das Zweiggleis als 2184mm-Bogen fortgesetzt wird, entspricht das dem Regelfall mit fortgesetztem Bogen im Zweiggleis. Der Regelfall mit fortgesetzter Gerade im Zweiggleis wird durch die im oberen Absatz beschriebenen Änderungen erreicht. Beide Gleise können ab dem Weichenende und somit schon im Bereich der Langschwellen hinter dem Weichenende mit beliebigen Bögen fortgesetzt werden. Laufen die Gleise enger auseinander als der Regelfall mit fortgesetztem Bogen, werden die Langschwellen voneinander abgerückt um die Radien einzustellen. Laufen die Gleise steiler auseinander, werden die Langschwellen aufeinander zugeschoben, damit sich die Radien einstellen. Ab der letzten durchgehenden Schwelle kann der Höhenverlauf der Gleise unterschiedlich geplant werden.

Für die Vorbildweiche 49-500-1:12/1:9 wird die Modellweiche 21-2184-1:7,37/1:5,671 M oder B verwendet.

Ein Weichenbausatz mit Herzstück aus Schienenprofilen ist grundsätzlich flexibel. Mit dem Programm Modellgleis kann der Schwellenlageplan mit den Schienen und den Gleisachsen für beliebige Bogenweichen erstellt werden.

Einfache Weiche 21-2184-1:7,37 B

Einfache Weiche 21-2184-1:7,37 B und die aus der Grundform abgeleitete Weiche 21-2184-1:7,37/1:5,671 M

Ausblick

Für Spur H0 haben wir uns noch vorgenommen:

  • Symmetrische Außenbogenweiche 21-996-1:2,98 (für 49-215-1:4,8)
  • Einfache Weiche 21-1350-1:8,85 TS (für 49-300-1:14)
  • Einfache Weiche 21-1946-1:8,85 RS und 21-2184-1:8,85 MS und BS (für 49-500-1:14)
  • Einfache Weiche 21-3510-1:8,85 M und B (für 49-760-1:14)
  • Einfache Weiche 21-3510-1:11,708 MS und BS (für 49-760-1:18,5)
  • Einfache Weiche 21-5540-1:11,708 M und B (für 49-1200-1:18,5)
  • Kreuzungen 21-1:1,732 R (für 49-1:2,9 und für 49-1:3,224), 21-1:2,246 P (ohne Vorbild), 21-1:2,747 (für 49-1:4,444), 21-1:3,732 T und R (für 49-1:6,6), 21-1:4,705 (für 49-1:7,5), 21-1:5,671 R (für 49-1:9), 21-1:8,85 (für 49-1:14), 21-1:11,708 (für 49-1:18,5)
  • DKW und EKW 21-1050-1:3,732 T und R (für DKW und EKW 49-190-1:6,6)
  • DKW und EKW 21-873,5-1:5,671 R und die daraus abgeleiteten Kreuzungsweichen (für DKW und EKW 49-190-1:9)
  • DKW und EKW 21-2310-1:5,671 und die daraus abgeleiteten Kreuzungsweichen (für DKW und EKW 49-500-1:9)